Feuerwehr Schwanau

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Schwanaus Gesamtwehr probt Vollbrand im Mühlen-Areal.

Die Ottenheimer „Hucke-Mühle“ war am Samstag Objekt für die Herbstübung von Schwanaus Gesamtwehr. Aufgrund der engen Platzverhältnisse im Bereich von Bach- und Hinterer Straße erwies sich das Szenario als stellenweise knifflig.
Bei der Objektsuche für die Herbstübung der Schwanauer Gesamtwehr hatten die Verantwortlichen der Gesamtwehr diesmal einen guten Griff getätigt. Das große Mühlen-Areal, die engen räumlichen Verhältnisse, gerade im Bereich von Bach- und Hinterer Straße – das Szenario war fordernd und musste mit Überlegung bewältigt werden. 
Angenommen wurde ein entstehender Vollbrand im Nebengebäude-Trakt der Mühle, der Verpackungsmaterial und die Ladestation des Elektro-Staplers beherbergte. Vom Besitzer verständigt, rückte die über Integrierte Leitstelle (ILS) verständigte Wehr mit dem Löschzug 1 (unterstützt durch Drehleiter Rust und Führungstrupp „Rhein Süd“) um 15 Uhr an. Da es sich um einen „Vollbrand“ handelte, wurde nach der Anfahrt Vollalarm für die gesamte Wehr ausgelöst.
Zwei Handlungsabschnitte
Die Einsatzstelle wurde in zwei Handlungsabschnitte unterteilt. In der Bachstraße wurde eine Riegelstellung zur Mühle für Brandbekämpfung aufgebaut. Die Löschwasserförderung erfolgte über den Löschzug 1 (Ottenheim, Allmannsweier) und die DLK (Drehleiter) Rust. Die Wasserversorgung erfolgte vom 150 Meter entfernten Mühlbach (Bachstraße) her. Abschnitt zwei wurde vom Löschzug 2 (Nonnenweier, Wittenweier) per Brandbekämpfung vom Gartenbereich (Seite Vogesenstraße) her übernommen. Hier erfolgte die Wasserversorgung vom Mühlbach (beim Feuerwehrhaus). Die Versorgung möglicher „Verletzter“ wurde seitens des DRK Meißenheim/Schwanau sichergestellt.
Schwanaus Gesamtwehr-Kommandant Bernd Leppert begleitete das Übungsgeschehen mit Erläuterungen für die große Zahl an Besuchern. Er zeigte auf, welche Bestandteile übungsspezifisch waren und so in der Realität nicht vorkommen würden. Gerade das gründliche Erkunden der Einsatzstelle vor den nächsten Schritten stellte Leppert heraus. „Man muss erst wissen, was einen erwartet. Dann erfolgt ein klarer Befehl an die Mannschaft und es geht ans Objekt.“
Enge Platzverhältnisse
Beim Rundgang wies er auf die engen Platzverhältnisse hin, die nicht viel Spielraum zum Rangieren und Manövrieren ließen. „Das kann schon zur heißen Nummer werden“, legte Leppert dar. Vor dem eigentlichen Übungsende gegen 15.52 Uhr wurde ins Szenario noch die Rettung eines „Verletzten“ eingebaut. Ein Kamerad erlitt laut Annahme bei der Brandbekämpfung „Probleme“, wurde aus dem oberen Stockwerk per Drehleiter „gerettet“ und zur weiteren Versorgung an das DRK überstellt.
An der Übung waren insgesamt 68 Kameraden, vier DRK-Aktive und zwölf Fahrzeuge beteiligt. Als Einsatzleiter fungierte Ottenheims Abteilungskommandant Paul Seiler.
Enge Zusammenarbeit
Schwanaus Bürgermeister Wolfgang Brucker sprach nach dem offiziellen Abschluss der Übung von „einem anspruchsvollen Szenario, das eine enge Zusammenarbeit der beteiligten Kräfte erforderte und interessant zu betrachten“ war. Bernd Leppert sah „eine generell gut gelungene Annahme, deren zentrale Punkte aufgelöst und sinnvoll umgesetzt wurden“.
 
Bericht von Thorsten Mühl. Bilder Feuerwehr Schwanau und Wolfgang Künstle.