Feuerwehr Schwanau

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Schwanauer Feuerwehr braucht mehr Mitglieder.

Die Schwanauer Gesamtwehr hat dank verschiedener Anstrengungen einen personellen Sprung absolviert. Aus Sicht von Gesamtwehr-Kommandant Bernd Leppert ist das ein Grund zur Zufriedenheit, aber auch Ansporn für weitere Anstrengungen.

In den vergangenen zwölf Monaten verzeichnete Schwanaus Gesamtwehr einen neuen personellen Schub. Eine Entwicklung, die, wie Kommandant Bernd Leppert rekapituliert, auf verschiedene Faktoren zurückgeht. »Wir haben in Sachen Eigenwerbung verschiedene Aktionen unternommen, zum Beispiel einen Aktionstag in Allmannsweier und eine aktive Präsentation in Nonnenweier.« Außerdem haben die Kameraden im Kollegen- oder Bekanntenkreis massiv Werbung für die Wehr betrieben. Jetzt sind aus 100 aktiven Einsatzkräften 120 geworden. 
Mischung ist interessant.

»Und auch über unsere Homepage, die Öffentlichkeitsarbeit insgesamt, konnten wir neue Kräfte gewinnen«, beschreibt Leppert. Die Erfolge zeigten sich: »Wir haben neue Kräfte gewinnen können. Darunter waren sowohl bereits ausgebildete als auch nicht-ausgebildete Kräfte, was in der Mischung sehr interessant ist«, so Leppert. Ein Umstand hat ihn besonders gefreut, denn die Anzahl der weiblichen Kräfte in der Gesamtwehr ist von zwei auf acht gestiegen. »Das ist sehr positiv, denn die Kameradinnen verändern die Wehr als Ganzes positiv, bringen eine andere Art des Denkens mit ein.« Er erhofft sich durch diese jüngste Entwicklung weitere Impulse für die Zukunft, um noch mehr starke Frauen für die Feuerwehr begeistern zu können. Ein weiterer positiver Faktor ist das junge Blut aus der Jugendfeuerwehr. »Das ist ein eminent wichtiger Pfeiler für uns, wenn Jugendliche in die Einsatzabteilung aufrücken. Erfreulich ist, dass im Herbst zehn junge Kameraden den Atemschutz-Lehrgang absolvieren werden«, sagt Leppert. 
Insgesamt steigt die Zahl der Einsatzkräfte also, was in eine Zeit fällt, da sich laut Leppert »bei uns in der Wehr ohnehin gerade vieles tut und bewegt«. Er nennt exemplarisch die Leistungsabzeichen-Gruppen, die wie berichtet nach hohen Zielen streben, intensiv betriebener Feuerwehrsport, die Entwicklung rund um das geplante neue Feuerwehr-Gerätehaus in Nonnenweier sowie die neu entstehende Einsatzabteilung Schwanau-Süd. »Mit dem neuen Haus geht auch die Aussicht auf neue Technik einher. Durch all diese Vorgänge und eine spürbar gute Kameradschaft innerhalb der Truppe lassen sich auch neue Kräfte begeistern. Für uns als Gesamtwehr kann das nur gut sein, auch mit Blick nach vorne«, betont Schwanaus Gesamtwehr-Kommandant.
Soweit so gut, möchte man meinen. Doch aus Lepperts Sicht ist das Erfreuliche kein Grund zur Selbstzufriedenheit. Er zitiert dazu den Schriftsteller Erich Kästner, der einmal sagte: »Lernen ist wie Schwimmen gegen den Strom: Stillstand bedeutet Rückschritt!« Konkret auf die Wehr bezogen, bedeutet das: »Wir benötigen auch weiterhin gute, engagierte Kräfte, um unseren Leistungsstand halten zu können. Unsere Werbestrategie für uns als Feuerwehr wird und muss so weitergehen.« Er nennt den kürzlichen Großbrand in der Ottenheimer Rheinstraße als Beispiel. »Das war eine Materialschlacht, bei der sich auch zeigte, wie wichtig es ist, Kameraden zwischendurch austauschen zu können. Die Präsenz war wichtig und wie man sich gegenseitig geholfen hat.« 
Ebenso führt Leppert die sich beispielsweise mit den neu entstehenden Bauten in Nonnenweier oder den kommunalen Neubaugebieten an sich ergebenden Fortschritte als Herausforderungen für die Zukunft auf. 2020 stehe außerdem eine neue Organisationsstruktur bevor, was eine weitere Herausforderung für die Floriansjünger bedeute. Kurz gesagt: Es geht eine ganze Menge bei der Schwanauer Wehr.

Bericht von Thorsten Mühl. Bild Feuerwehr Schwanau.